Löschbezirk Tholey legt Tätigkeitsbericht für das Jahr 2009 vor
Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Löschbezirks Tholey Ende Februar blickte
Löschbezirksführer Alexander Fleck auf ein arbeitsintensives Jahr 2009 zurück. Denn seit
dem Frühjahr 2007 sind die Feuerwehrleute zusätzlich zum Einsatz- und Übungsdienst mit den
Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen ihres Gerätehauses beschäftigt, bei denen von ihnen bis zur
Fertigstellung ein nicht unerheblicher Teil an Eigenleistung verlangt wird.
Nach bisher über 13.500 freiwilligen Arbeitsstunden an der Baustelle, davon alleine 4032 im
vergangenen Jahr, hat sich dort einiges verändert. Die neue Fahrzeughalle mit einer modernen
Abgasabsauganlage ist mittlerweile fertiggestellt worden. Hier steht nun ausreichend Platz
für die drei Einsatzfahrzeuge sowie mehrere Anhänger zur Verfügung.
Ebenso wurden die Arbeiten an den Umkleideräumen, dem Funkraum, der löschbezirkseigenen
Werkstatt sowie den sanitären Einrichtungen im Obergeschoss weitgehend abgeschlossen.
Zusätzlich konnten auch die Räumlichkeiten der neuen zentralen Schlauchwerkstatt - interkommunal
zuständig für die Gemeinden Tholey und Marpingen - fertiggestellt und eingeweiht werden. Diese
verfügt über eine vollautomatische Schlauchpflegeeinrichtung, ein elektrisches
Schlaucheinbindegerät sowie ausreichend Lagermöglichkeiten für ein größeres Schlauchkontingent.
Obwohl noch eine Menge Arbeit vor den Wehrmännern liege, so Fleck, gehe man davon aus, dass noch
in diesem Jahr die Einweihung stattfinden könne. Derzeit wird das Untergeschoss mit Schulungs-
und Jugendraum, Küche, sanitären Anlagen und Lagerräumen ausgebaut. Ebenso steht die Gestaltung
der Außenanlage noch aus. Gleichzeitig dankte Fleck den zahlreichen Helfern und Spendern aus der
Tholeyer Bevölkerung, die den Löschbezirk bei der Bautätigkeit materiell und finanziell
unterstützen oder für das leibliche Wohl an der Baustelle sorgen.
Auch Gemeindewehrführer Karl-Heinz Loch weiß das sicherlich nicht selbstverständliche Engagement
der Feuerwehrleute zu schätzen, der Löschbezirk habe sich als verlässlicher Partner erwiesen.
Trotz der doppelten Belastung und der widrigen Umstände habe die Einsatzbereitschaft des
Löschbezirks Tholey nie gelitten.
Denn um einen aktuellen Ausbildungsstand der Wehr zu gewährleisten, wurde trotz der Baumaßnahmen
der Übungsbetrieb fortgeführt. Zusätzlich besuchten die Wehrmänner unterschiedlichste Lehrgänge
(u.a. Truppmann, Atemschutzgeräteträger, Sprechfunker, Gruppenführer, Zugführer).
Um die technische Austattung ständig auf einen neueren Stand zu bringen, tätigte der Löschbezirk
mit Unterstützung durch den Förderverein auch im vergangenen Jahr eine Vielzahl von Investitionen.
So wurde unter anderem die Austattung der Atemschutzgeräteträger verbessert und die Gerätschaften
zur Technischen Hilfeleistung mit Menschenrettung ergänzt.
Die Tholeyer Einstatzkräfte wurden im vergangenen Jahr zu 25 Einsätzen alarmiert, 15 Mal davon mit
dem Stichwort "Technische Hilfeleistung", wobei sieben Menschen gerettet werden konnten. Daneben
führten sie zahlreiche Brandsicherheitswachdienste durch.
Insgesamt investierten die Wehrkameraden so mehr als 6208 Stunden ihrer Freizeit für die Sicherheit
der Bevölkerung. Damit habe der Löschbezirk Tholey erneut seine Zuverlässigkeit und
Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt, so Löschbezirksführer Fleck.